10 Do Mai | 2007


Beginn: 20:00

Abonnement

Áron EREDICS - Lead-Tambura, Litarka, Darbuka, Stimme Benjámin EREDICS - Kontra-Tambura, Karaduzen, Stimme Salamon EREDICS - Alt-Tambura, Akkordeon, Frula, Kaval, Stimme Dávid EREDICS - Klarinette, Tambura, Saxophon, Stimme Attika BUZÁC - Tamburabass, Kontrabass Szlobodán WERTETICS - Harmonika, Akkordeon, Tenor-Tambura, Stimme Special guest: Ferus MUSTAFOV - Saxophon, Klarinette Die vier jungen Herren aus dem serbisch-jüdischen Eredics-Clan (plus ihrem Bassisten Buzás Attila und Szlobodán Wertetics am Akkordeon) erspielen mit Enthusiasmus, großer kultureller Bildung, aber auch einem coolen Image der südpannonischen Tambura-Tradition ihren verdienten Platz im Panoptikum der World-Music-Sensationen. 1995 formierten sich Söndörgö und beschlossen, sich durch moderne Ideen, Arrangements und einem panbalkanisch-pannonischen Repertoire von bloßer Lokalfolklore zu emanzipieren. Einige beachtete Filmsoundtracks und Kooperationen mit Vujicsics, Márta Sebestyén u. a. festigten ihren Platz in der Oberliga einer multikulturellen ungarischen World-Szene. Söndörgö besonderes Interesse gilt aber der südlicheren Musik Mazedoniens und Bulgariens, sie laden sich auch gerne Musiker von dort ein, dieses Mal sogar einen König. Und was für einen! "Könnte ich den Mann mit großer Besetzung doch nochmal live sehen, ich könnte glücklicher sterben". Dies schrieb ein Musikkritiker über jenen Mann, der in seiner Heimat Mazedonien und von seiner Fangemeinde "King" Ferus genannt wird. "King" Ferus Mustafov teilt sich mit Ivo Papasov die Königswürde innerhalb der südbalkanischen Wedding Music. Mazedonien ist ein einziger Melting Pot der ethnischen Traditionen, doch nirgends wird so heiß geschmolzen wie in den Gypsy-Mahale wie Suto Orizari, der größten Romasiedlung Europas. Dort residiert King Ferus, hat sein eigenes Studio und leitet ein Radioprogramm. Als er Mitte der 90er Jahre von der internationalen Szene entdeckt wurde, war er lange schon eine jugoslawische Legende. Dass er seine Taksimi (Improvisationen) und ungeraden Coceks mit Jazzphrasierungen schmiert, hat ihm hie und da den Unmut der PuristInnen eingetragen. Uns ist’s gerade recht und bietet dem Wiener Publikum nun die Möglichkeit, "glücklicher sterben zu können". Österreichpremiere In Zusammenarbeit mit dem Festival "Balkan Fever" Hörprobe Söndörgö als mp3 Hörprobe Mustafov als mp3