14 Do Nov | 2013


Beginn: 20:00

Mor Karbasi fesselt das Publikum mit ihrer außergewöhnlichen Stimme und eindringlich-melodischen Liedern voller Emotion. Die Bandbreite ihres Gesangs beginnt beim Hauchen und endet beim lauten Klagen. Dazwischen passiert sie alle leidenschaftlichen menschlichen Gefühlsäußerungen. Das Schaffen der Sängerin ist nicht nur inspiriert von ihrem eigenen jüdischen Erbe, sondern ebenso beeinflusst vom sinnlichen spanischen Flamenco und der Melancholie des Fado. All diese Elemente fließen ein in ein faszinierendes Repertoire, das von traditionellen jüdischen Liedern bis zu eigenen, zeitgenössischen Kompositionen reicht.
Trotzdem: Die jüdisch-sephardische Tradition besitzt den größten Einfluss: 1492, als die spanischen Juden gezwungen wurden, ihre Heimat zu verlassen, sprachen sie Ladino, eine dem Spanischen ähnliche Sprache. Mor Karbasi sagt: "Das so wunderbar melodische und sinnliche Ladino gehört für mich zu den schönsten Sprachen überhaupt. Mit meiner Musik kann ich diesen Reichtum zu vielen Menschen tragen. Und weil ich sie so liebe, empfinde ich es als meine Aufgabe, die Macht und Magie dieser 500 Jahre alten Melodien und Texte weiter zu geben. Ladino ist eine Sprache voller Lebensfreude - und soweit es mich betrifft ist es ein perfektes Vehikel, um jeden Aspekt des Frau-Seins zum Ausdruck zu bringen." In ihrer Stimme sind Einflüsse von Musikerinnen wie Mariza oder Noa genauso zu vernehmen wie jene von der Nueva Canzion-Ikone Mercedes Sosa, der "ägyptischen Callas" Umm Kulthum oder der "Königin des Fado" Amália Rodrigues und selbstverständlich auch von Yasmin Levy, die mit Mor Karbasi große Konkurrenz bekommen hat. Ihre Auftritte sind sowohl Ohren- als auch Augenweide, gespickt mit dramatischen Gesten. Ganz offensichtlich ist die junge Frau am Sprung, eine große Diva zu werden.

Mor KARBASI 
- Stimme 
Joe TAYLOR
 - Gitarre 
Andres Ticino MORON 
- Perkussion
Davide MANTOVANI - Bass
 
In Koproduktion mit KlezMore 2013