13 Fr Okt | 2017

KANT_INE spielt auf: Aivery (Österreich)

album release show "Because"

Einlass: 20:00
Beginn: 20:30

Eintritt:
VORVERKAUF:
Eintritt: € 10,- 
Eintritt + LP: € 20,-
via wienXtra-jugendinfo

ABENDKASSA:
€ 12,-

Aivery überzeugen auf ihrer Debüt-LP „Because“ mit extra ungehobeltem Grunge-Sound. Das Wiener Trio legt ein eindringliches 30-Minuten-Album in Punk-Manier vor, das nicht nur Fans von Sleater-Kinney bis Kate Nash neugierig aufhören lässt.

„Wow. Ich kenne Aivery schon lange und fand ihre Konzerte immer super, aber die Platte überrascht nochmal. Schon lange kein so gutes und konsequentes Album aus Lärm und Pop gehört. Super Stimme, super Schlagzeug und richtig harte Gitarren, die sich in keinem Moment unangenehm muckermäßig aufspielen. Yeah. Ich bin Fan.“ (Andreas Spechtl)

„The perfect amount of distorted guitars, drums that know when to hold back and when to cause a riot and a voice that in a very blassé way basically tells you she couldn’t give less shits about your boy-man opinion. This is the band I wanted to listen to on repeat when I was 17, but couldn’t find. Fucking Impressive!“ (Denice Bourbon)

Gitarre, Bass, Schlagzeug. Aivery sind eine junge Band aus Wien, die jetzt mit ihrem Debüt Album Because aufhorchen lassen. Schubladen sind unangebracht, überzeugt wird mit komplexen Gitarrenriffs, treibenden Basslinien und rauen Schlagzeugbeats. Eingängige Melodien werden in unkonventionellen Songstrukturen verpackt. Gesungen wird als eindringlicher Appell, getrieben vom Bedürfnis gehört zu werden. 

Aivery sind Franziska Schwarz (bass, voc), Doris Zimmermann (dr) und Jasmin Rilke (git). Getroffen haben sie sich durch eine Anzeige in einem Studierendenlokal. Schnell gab es erste Releases, wie eine 7“ auf Unrecords, diverse Kassetten wie das Ramones-Cover-Tape auf dem Grazer Label Wilhelm Show Me The Majorlabel. Im Sommer 2016 schloss sich die Band in einem Grazer Studio mit Mario Zangl (Musiker bei Killed By 9V Batteries, Mile Me Deaf, Melt Downer) ein
 um ihren ersten Longplayer aufzunehmen.
Aivery zelebrieren die Schwere im Gegensatz zur gespielten Leichtigkeit: Punk hüllt sich hier nicht in Instagram und Surf-Riffs, sondern reduziert sich ungeschminkt auf seine anti-Position: anti Erwartungen, anti-Verwertbarkeit, anti- Coolsein. Pro ist das, was schon immer in der Musiksammlung gefehlt hat.
Auf Because geht es um das Wollen, das Nehmen, das Nein-Sagen. Warum? Einfach deswegen, ohne Rechtfertigung. Gerechtfertigt haben sich die „drei jungen Frauen“ oft genug. Es wäre zu einfach die Band vorschnell mit dem Etikett „Seattle“ oder „Olympia“ einzuordnen. Auch die simple Bezeichnung „Riot Grrrls“ fällt nur
faulen und phantasielosen Nerds ein. Hier haben wir es mit drei Anfang-20- Jährigen zu tun, die in Wien beheimatet sind, weit weg der oben genannten Szenen. Und das ist auch gut so!
Gehörgänge seid gefasst auf eine stürmische, drängende halbe Stunde fokussierte Wut und Aufbruchsstimmung, die in derzeit so turbulenten Zeiten wieder bitter benötigt werden. Ihr Debutalbum polarisiert abseits des Bubblegum-Indies, und schaut mit Härte und Eingängigkeit nach vorne.

Because könnte der Soundtrack zum letzten Schultag vor den Ferien sein, passend zu einer Spritztour im ersten selbstgekauften Gebrauchtwagen oder zur Kündigung des verhassten Callcenterjobs. Der Weg geht nicht ins Ungewisse, er führt aber auch nicht ins Freie, sondern er folgt der Gewissheit: Da draußen gibt es mehr zu erleben und zu lernen, als sich in den Wänden der WG-Bruchbude verbirgt. Aivery leben die Widerstände, sie zähmen geradliniges Dröhnen mit einer Melodie, einem eindringlichen Satz oder plötzlichem Stillstand und Because erinnert uns: Der Weg geht nicht nur weiter, er wird sogar besser.

Jasmin Rilke - Gitarre, Franziska Schwarz - Bass, Gesang, Doris Zimmermann - Schlagzeug 

Support:
Red Gaze

Afterparty mit DJs Ana Threat & Baby Jesus